Wenn Sie in einer Großstadt wohnen, beispielsweise Hamburg oder München, dann dürfte Sie der Anblick eines Segways im Straßenverkehr wohl nicht mehr allzu sehr überraschen. Wer so ein Gerät hingegen noch nie gesehen hat, geschweige denn überhaupt weiß, wobei es sich bei einem Segway handelt, dem soll die folgende kleine Einführung etwas Licht ins Dunkel bringen:
Ein Segway ist ein elektronisches Fortbewegungsmittel, erfunden und entwickelt von dem Amerikaner Dean Kamen. Auf dem Markt ist der Segway seit dem Jahr 2001.
Man stelle sich dieses Gefährt ähnlich wie den guten, alten Tretroller vor, mit dem Unterschied, dass seine zwei Räder parallel nebeneinander stehen und somit die Standfläche nicht größer ist, als die bei einem handelsüblichen Stepper. Der Segway enthält Neigungssensoren, die ihn in Balance und die Lenkstange senkrecht halten. Gelenkt wird mithilfe von Gewichtsverlagerung, die sich über die Standfläche auf das Gefährt überträgt und die beiden Räder in die entsprechende Richtung bewegt.
Angetrieben wird der neumodische „Roller“ mit einem Elektromotor, dessen Batterie eine durchschnittliche Lebensdauer von drei Jahren hat. Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 20 km/h ist er ein mit dem Fahrrad vergleichbares Verkehrsmittel.
Noch recht teuer in der Anschaffung
Warum sich der Segway bei uns noch nicht gegen das Fahrrad durchgesetzt hat, obwohl er doch soviel bequemer und platzsparender ist, liegt wohl auf der Hand, bei einem Anschaffungspreis von ca. 8000€ und ist die Batterie, der sogenannte Ersatzakkumulator mal aufgebraucht, muss man ganze 1400€ hinblättern.
Wer jedoch über das nötige Kleingeld verfügt, der wird die Vorzüge dieser Erfindung schnell zu schätzen lernen. Der Segway ermöglicht eine schnelle Beförderung durch Fußgängerzonen und über Fahrradwege, sofern man die Lenkung und generelle Fahrweise erstmal begriffen hat, aber mit dem Fahrrad legt man sich schließlich auch anfangs ein paar Mal auf die Nase, eh man unfallfrei unterwegs sein kann. Das Tragen eines Fahrradhelmes wird allerdings empfohlen und in Deutschland muss so ein Segway mit Klingel und Licht ausgestattet sein, um auf den Straßen zugelassen zu werden.
Polizeidienste und Sicherheitsfirmen setzen bereits Segways ein, um flüchtige Personen zu stellen und für Menschen mit körperlicher Einschränkung bietet der Segway eine optimale Mobilitätshilfe. Ob er sich jedoch jemals als Trendfahrzeug durchsetzen wird ist allein bei dem Anschaffungspreis fraglich.
Foto: © Christophe Fouquin – Fotolia.com
